Wilhelm Tell: Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller als freies eBook

 

Erster Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5

Dritte Szene 1 2 3 4

Vierte Szene 1 2 3 4 5 6 7 8


Zweiter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5

Zweite Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14


Dritter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4

Zweite Szene 1 2 3 4

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11


Vierter Aufzug


Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8

Fünfter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6 7

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Letzte Szene

Melchtal:
Den Rossberg übernehm ich zu ersteigen,
Denn eine Dirn des Schlosses ist mir hold,
Und leicht betör ich sie, zum nächtlichen
Besuch die schwanke Leiter mir zu reichen,
Bin ich droben erst, zieh ich die Freunde nach.
Reding:
Ist's aller Will, dass verschoben werde?
Die Mehrheit erhebt die Hand.
Stauffacher zählt die Stimmen:
Es ist ein Mehr von zwanzig gegen zwölf!
Walther Fürst:
Wenn am bestimmten Tag die Burgen fallen,
So geben wir von einem Berg zum andern
Das Zeichen mit dem Rauch, der Landsturm wird
Aufgeboten, schnell, im Hauptort jedes Landes,
Wenn dann die Vögte sehn der Waffen Ernst,
Glaubt mir, sie werden sich des Streits begeben,
Und gern ergreifen friedliches Geleit,
Aus unsern Landesmarken zu entweichen.
Stauffacher:
Nur mit dem Gessler fürcht ich schweren Stand,
Furchtbar ist er mit Reisigen umgeben,
Nicht ohne Blut räumt er das Feld, ja selbst
Vertrieben bleibt er furchtbar noch dem Land,
Schwer ist's und fast gefährlich, ihn zu schonen.
Baumgarten:
Wo's halsgefährlich ist, da stellt mich hin,
Dem Tell verdank ich mein gerettet Leben,
Gern schlag ich's in die Schanze für das Land,
Mein' Ehr hab ich beschützt, mein Herz befriedigt.
Reding:
Die Zeit bringt Rat. Erwartet's in Geduld.
Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.
- Doch seht, indes wir nächtlich hier noch tagen,
Stellt auf den höchsten Bergen schon der Morgen
Die glühnde Hochwacht aus - Kommt, lasst uns scheiden,
Eh uns des Tages Leuchten überrascht.
Walther Fürst:
Sorgt nicht, die Nacht weicht langsam aus den Tälern.
Alle haben unwillkürlich die Hüte abgenommen und
betrachten mit stiller Sammlung die Morgenröte.
Rösselmann:
Bei diesem Licht, das uns zuerst begrüsst
Von allen Völkern, die tief unter uns
Schweratmend wohnen in dem Qualm der Städte,
Lasst uns den Eid des neuen Bundes schwören.
- Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
In keiner Not uns trennen und Gefahr.
Alle sprechen es nach mit erhobenen drei Fingern.
- Wir wollen frei sein wie die Väter waren,
Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wie oben.
- Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Wie oben. Die Landleute umarmen einander.

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Wilhelm Tell - Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller aus dem Jahre 1804 als komplettes Online Buch mit allen 5 Aufzügen zum freien lesen.