Wilhelm Tell: Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller als freies eBook

 

Erster Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5

Dritte Szene 1 2 3 4

Vierte Szene1 2 3 4 5 6 7 8


Zweiter Aufzug

Erste Szene1 2 3 4 5

Zweite Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14


Dritter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4

Zweite Szene 1 2 3 4

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11


Vierter Aufzug


Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8

Fünfter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6 7

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Letzte Szene

Ich
hab ein Schwert,
Und wer mir naht -
Stauffacher ruft:
Der Apfel ist gefallen!
Indem sich alle nach dieser Seite gewendet und Berta zwischen
Rudenz und den Landvogt sich geworfen, hat Tell den Pfeil abgedrückt.
Rösselmann:
Der Knabe lebt!
Viele Stimmen:
Der Apfel ist getroffen!
Walther Fürst schwankt und droht zu sinken, Berta hält ihn.
Gessler erstaunt:
Er hat geschossen? Wie? der Rasende!
Berta:
Der Knabe lebt! kommt zu Euch, guter Vater!
Walther Tell kommt mit dem Apfel gesprungen:
Vater, hier ist der Apfel - Wusst ich's ja,
Du würdest deinen Knaben nicht verletzen.
Tell stand mit vorgebognem Leib, als wollt er dem Pfeil folgen
- die Armbrust entsinkt seiner Hand - wie er den Knaben kommen
sieht, eilt er ihm mit ausgebreiteten Armen entgegen, und hebt
ihn mit heftiger Inbrunst zu seinem Herzen hinauf, in dieser Stellung
sinkt er kraftlos zusammen. Alle stehen gerührt.
Berta:
O güt'ger Himmel!
Walther Fürst zu Vater und Sohn:
Kinder! meine Kinder!
Stauffacher:
Gott sei gelobt!
Leuthold:
Das war ein Schuss! Davon
Wird man noch reden in den spätsten Zeiten.
Rudolf der Harras:
Erzählen wird man von dem Schützen Tell,
Solang die Berge stehn auf ihrem Grunde.
Reicht dem Landvogt den Apfel.
Gessler:
Bei Gott! der Apfel mitten durchgeschossen!
Es war ein Meisterschuss, ich muss ihn loben.
Rösselmann:
Der Schuss war gut, doch wehe dem, der ihn
Dazu getrieben, dass er Gott versuchte.
Stauffacher:
Kommt zu Euch, Tell, steht auf, Ihr habt Euch männlich
Gelöst, und frei könnt Ihr nach Hause gehen.
Rösselmann:
Kommt, kommt und bringt der Mutter ihren Sohn.
Sie wollen ihn wegführen.
Gessler:
Tell, höre!
Tell kommt zurück:
Was befiehlt Ihr, Herr?
Gessler:
Du stecktest
Noch einen zweiten Pfeil zu dir - Ja, ja,
Ich sah es wohl - Was meintest du damit?

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Wilhelm Tell - Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller aus dem Jahre 1804 als komplettes Online Buch mit allen 5 Aufzügen zum freien lesen.