Wilhelm Tell: Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller als freies eBook

 

Erster Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5

Dritte Szene 1 2 3 4

Vierte Szene1 2 3 4 5 6 7 8


Zweiter Aufzug

Erste Szene1 2 3 4 5

Zweite Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14


Dritter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4

Zweite Szene 1 2 3 4

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11


Vierter Aufzug


Erste Szene 1 2 3 4 5 6

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Dritte Szene
1 2 3 4 5 6 7 8

Fünfter Aufzug

Erste Szene 1 2 3 4 5 6 7

Zweite Szene 1 2 3 4 5 6 7

Letzte Szene

Gessler:
Weib, mach Platz,
Oder mein Ross geht über dich hinweg.
Armgard:
Lass es über mich dahingehn - da -
Sie reißt ihre Kinder zu Boden und wirft sich mit ihnen
ihm in den Weg.
Hier lieg ich
Mit meinen Kindern - Lass die armen Waisen
Von deines Pferdes Huf zertreten werden,
Es ist das Ärgste nicht, was du getan -
Rudolf der Harras:
Weib, seid Ihr rasend?
Armgard heftiger fortfahrend:
Tratest du doch längst
Das Land des Kaisers unter deine Füße!
- O ich bin nur ein Weib! Wär' ich ein Mann,
Ich wüsste wohl was Besseres, als hier
Im Staub zu liegen -
Man hört die vorige Musik wieder auf der Höhe des
Wegs, aber gedämpft.
Gessler:
Wo sind meine Knechte?
Man reiße sie von hinnen oder ich
Vergesse mich und tue was mich reuet.
Rudolf der Harras:
Die Knechte können nicht hindurch, o Herr,
Der Hohlweg ist gesperrt durch eine Hochzeit.
Gessler:
Ein allzu milder Herrscher bin ich noch
Gegen dies Volk - die Zungen sind noch frei,
Es ist noch nicht ganz wie es soll gebändigt -
Doch es soll anders werden, ich gelob' es,
Ich will ihn brechen diesen starren Sinn,
Den kecken Geist der Freiheit will ich beugen.
Ein neu Gesetz will ich in diesen Landen
Verkünden - Ich will -
Ein Pfeil durchbohrt ihn, er fährt mit der Hand ans Herz
und will sinken. Mit matter Stimme:
Gott sei mir gnädig!
Rudolf der Harras:
Herr Landvogt - Gott was ist das? Woher kam das?
Armgard auffahrend:
Mord! Mord! Er taumelt, sinkt! Er ist getroffen!
Mitten ins Herz hat ihn der Pfeil getroffen!
Rudolf der Harras springt vom Pferde:
Welch grässliches Ereignis - Gott - Herr Ritter -
Ruft die Erbarmung Gottes an - Ihr seid
Ein Mann des Todes! -
Gessler:
Das ist Tells Geschoss.
Ist vom Pferde herab dem Rudolf Harras in den Arm gegleitet
und wird auf der Bank niedergelassen.
Tell erscheint oben auf der Höhe des Felsen:
Du kennst den Schützen, suche keinen andern!
Frei sind die Hütten, sicher ist die Unschuld
Vor dir, du wirst dem Lande nicht mehr schaden.
Verschwindet von der Höhe. Volk stürzt herein.

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Wilhelm Tell - Das Schauspieldrama von Friedrich Schiller aus dem Jahre 1804 als komplettes Online Buch mit allen 5 Aufzügen zum freien lesen.